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Der Urdinkel

Unter Urdinkel versteht man die ältesten, nicht mit anderen Weizenarten gekreuzten Dinkelarten.
Dinkel unterscheidet sich vom Getreide dadurch, dass die Halme der Pflanzen länger und dünner sind und dass die Ähren deshalb zur Erntezeit deutlich zum Boden geneigt sind.

Die Dinkelkörner bekommen bei der Ausreifung einen rötlichen Farbton und bleiben beim Dreschen fest mit dem Spelz verbunden, deshalb spricht man auch von Dinkel-Spelz.

Zurzeit sind die Urdinkel-Sorten 'Oberkulmer' und 'Ostro' aktuell. Das Besondere am Urdinkel ist, dass er sehr robust und widerstandsfähig ist und auch auf nährstoffarmen Böden gut gedeiht und große Körner ausbildet.

Außerdem machen die langen Halme des Getreides es unmöglich, eng zu pflanzen oder Düngemittel einzusetzen.

Deshalb ist der Urdinkel eine Pflanzenart, die relativ niedrige Erträge bringt und deshalb etwas teurer ist.

Die Ursprünglichkeit und das Fehlen von chemischen Rückständen machen den Urdinkel zu einem ganz natürlichen Getreide, das einem hohen ökologischen Standard entspricht.

Dies ist gerade in heutiger Zeit wichtig. Umgeben von chemisch behandelten und raffinierten Lebensmitteln, besinnen sich viele Menschen auf die alten, ursprünglichen Nahrungsmittel, die keine Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen.

Der Urdinkel erfreut sich dank seines guten Geschmacks wachsender Beliebtheit. Er wird in Körnerform oder auch bereits verarbeitet, in Form von Teigwaren, angeboten.